Energie aus der Region

Der Energie-Ring nutzt Ressourcen, die in der Umgebung bereits reichlich vorhanden sind.

Sonnenenergie

Für die Versorgung mit Sonnenenergie in der Ortschaft Küssnacht ist auf dem Dach des Werkhofes eine hybride Solaranlage mit einer Fläche von 1'600 m2 vorgesehen – ungefähr so gross wie ein Eishockey-Spielfeld. Wird sie realisiert, entsteht in Küssnacht die europaweit grösste hybride Sonnenergieanlage. Sie liefert gleichzeitig Strom für die Wärmepumpen und Wärme für den Wärmekreislauf.

  • Die Sonnenwärme wird in den Wärmekreislauf des Energie-Rings geleitet und direkt zum Heizen oder als Energiequelle für die Wärmepumpe verwendet.
  • Der Solarstrom wird für den Betrieb der Wärmepumpen eingesetzt.

Weitere Solaranlagen können jederzeit an den Energie-Ring angeschlossen werden

Abwärme

Abwärme von Produktionsbetrieben oder Kühlanlagen ist Energie, die in Küssnacht bereits vorhanden ist, bisher aber ungenutzt verpufft. Auf dem Gebiet Ebnet in Küssnacht steht zum Beispiel die Rigihalle, welche die Abwärme aus der Eisherstellung bisher in die Luft abgibt.

Unternehmen und Betriebe können ihr «Abfallprodukt» Abwärme in den Wärmekreislauf des Energie-Rings leiten. Mit der Abwärme aus den heutigen Produktionsbetrieben und Kühlanlagen in Küssnacht können über 400 Einfamilienhäuser beheizt werden. Im geplanten Versorgungsgebiet deckt Abwärme die Hälfte des Energiebedarfs.

Seewasser

Der Vierwaldstätter- und der Zugersee sind riesige natürliche Energiereservoirs: Im Sommer speichern sie Sonnenwärme, die er im Winter wieder abgibt. Mit Hilfe der Wärmepumpen kann diese Energie genutzt werden.

Der Energiebedarf von Küssnacht könnte allein mit der Energie aus dem Vierwaldstättersee vollständig gedeckt werden. Der Energie-Ring verwendet jedoch nur einen Bruchteil der Energie aus dem Seebecken von Küssnacht. Die Temperatur des Wassers wird um weniger als ein Zehntelgrad verändert. Dies ist unbedenklich für Tiere, Pflanzen und Menschen.

Strom

Der Strombedarf für die Wärmepumpen wird durch eigenen Solarstrom und Naturstrom aus dem Netz der EWS gedeckt. Je nach Nachfrage von Energie können weitere Stromquellen wie Wasserkraft, Windenergie oder Kleinkraftwerke angeschlossen werden.